Jörg A. Reiter

60er Jahre:

Super-8-Experimentalfilm


70er Jahre:

Siebdruck in der Kunstedition Hofhauspresse, Düsseldorf; Arbeiten für Mack, Uecker, Graubner, Piene, Mields, Calderara

Studium: Ethnologie, Afrikanistik, Malaiologie, Filmwissenschaft
Fotoexperimente mit sozialen Sujets

80er Jahre:

Mehrjährige Feldforschung mit fotografischer Dokumentation bei Seenomaden in Malaysia und Bergstämmen in den Nord-Philippinen

Dozenturen an den Universitäten Köln und Heidelberg

90er Jahre:

Neuer fotografischer Ansatz in Auseinandersetzung mit Becher, Morandi, Zen



Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge, Landschaften, Gebäude stehen in meiner Arbeit gleichwertig nebeneinander - als instabile, sich durchdringende physische Erscheinungen ebenso wie als mentale Objekte. Ich wähle Bildgegenstände nicht nach konzeptuellen oder ästhetischen Kriterien aus, weder „intuitiv“ noch nach dem Zufallsprinzip. Sie „erscheinen“ in dem Raum, der sich öffnet , wenn das Fotografieren vergessen ist. Ideal: In den Bildern so wenige Ich-Spuren hinterlassen wie möglich.

Darum findet keine digitale Bildbearbeitung/-veränderung statt (obwohl ich digital fotografiere), Ausnahme: Parameter wie Gradation, Kontrast, die in der analogen Fotografie im Labor korrigiert werden. Die Bilder entstehen während des Aufnahmevorgangs - in der Kamera. Farbliche Verfremdungen resultieren aus der Arbeit mit defekten Farbchips.

Die meisten Arbeiten setze ich als
Lambda-Ausbelichtungen in Verbindung mit dem Diasec-Verfahren um, einige als Fine-art-prints (Ultrachrome auf Epson texture fine art Papier). Formate liegen zwischen 70 x 100 und 100 x 240 cm.